St. Gotthard

Bringen Sie Ihr Vermögen ins Schweizer Reduit


Das Zollfreilager St. Gotthard befindet sich in einem ehemaligen Bunker inmitten eines Bergmassivs aus Granit. Es verfügt über kugel- und explosionssichere Türen. Dieses Hochsicherheitslager zählt zu den sichersten Aufbewahrungsorten weltweit und ist nur 90 km südich von Zürich in der Zentralschweiz gelegen – somit schnell mit dem Auto oder Zug erreichbar.

   


Ursprünglich war der Stollen im St. Gotthard-Massiv Teil vom sogenannten „Schweizer Reduit“, ein militärisches Verteidigungssystem. Die Eidgenossen bauten diesen zum Schutz vor einem deutschen Angriff während dem Zweiten Weltkrieg. Das Verteidigungssystem bestand aus rund 20.000 Bunkern und zog sich entlang der Nord- und Ostgrenze der Schweiz bis zur Grenze zu Liechtenstein. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde ein großer Teil der Anlagen entmilitarisiert und an private Investoren veräußert, darunter auch das heutige Zollfreilager St. Gotthard. Was für einen besseren Aufbewahrungsort in Europa könnte es für Ihre Edelmetalle geben als diese rund um die Uhr bewachte Tresoranlage im St. Gotthard Bergmassiv?

Das Schweizer Fernsehen SF zeigte 2009 die Dokumentation „Geheimsache Gotthardfestung“, in der über die die Bunker- und Tresoranlagen in den Schweizer Alpen berichtet wird. Die Sendung ist auf YouTube einsehbar (klicken Sie auf das Bild, um die Sendung anzuschauen):


Es folgen Auszüge aus der Sendung:

Aus dem inneren der Alpen wollte sich die Schweiz gegen Hitler verteidigen – mit ihrer sog. Reduit-Strategie. Es ist eine Reise in die Zeit des 2. Weltkriegs, in die Zeit des Reduits, als die Schweiz begann, einen grossen Teil der Alpen auszuhöhlen und in bewaffnete Festungen und Bunker umzuwandeln. Während Jahrzehnten waren die Anlagen strengstens geheim, wer sie verriet wanderte ins Gefängnis, viele Bilder durften bis vor ein paar Jahren nicht veröffentlicht werden. Es ist die Zeit, als die Regierung mitten im Herzen der Schweiz auf dem Vierwaldstätter See eine neue hypothetische Grenze gezogen hatte. Bis hierher hätte sich das Reduit erstreckt.

Die Angst vor dem Krieg war eine Realität. Die Schweizer Regierung verkündet ihre Strategie der Bevölkerung über das Radio, Ministerpräsident Marcel Pilet-Golaz hält seine umstrittene Rede: „Die Schweizer Bevölkerung muss sich jetzt der neuen Situation anpassen. Sie muss aufhören zu reden, sondern anpacken. Die Ereignisse überstürzen sich, die Schweiz muss sich diesem Rhythmus anpassen. Nur so gibt es überhaupt eine Perspektive fürs Land.“ Die Rede des Ministerpräsidenten kam beim Volk nicht gut an. Mitten in diese resignierte und mutlose Politik kommt einer der dem Volk den Glauben an die eigene Stärke zurückgibt – Henri Guisan. Und er findet nun die richtigen Worte: „Ich glaube nicht nur an die Notwendigkeit und an die Pflicht, sondern auch an die wirksame Möglichkeit, uns zu verteidigen. Verteidigen heisst in diesem Falle, nicht nur Halten, sondern sich mit aller Kraft schlagen, zerstören, sein Leben so teuer wie möglich zu verkaufen.“ Ein eindringlicher Appell, und der General mutet dem Volk ziemlich viel zu. Der Plan, den er den Schweizerinnen und Schweizer präsentiert ist nicht ganz neu aber tollkühn.

Der General propagiert den Rückzug der Truppen in den Reduit, das heisst tief in die Berge hinein. Das innerste der Schweiz: ein nierenförmiges Stück wollte man verteidigen – im Zentrum der Gotthard. Ein Plan, den der General der Armee und dem Volk klar plausibel machen musste: Die Schweiz in die Alpen einzubunkern. Die Alpen, gewissermassen das Herz der Schweiz, werden in einer gigantischen Aktion ausgehöhlt. Im Gebirge entstehen unzählige schwerbewaffnete Bunker und Festungsanlagen, die dem Gelände angepasst und kaum sichtbar sind. Eine Handvoll Soldaten eingeschlossen in die Berge, das wäre das Reduit gewesen. Die Industrie im Mittelland und die bevölkerungsreichen Städte mit all ihren Frauen und Kindern wäre man im Notfall bereit gewesen, dem Feind auszuliefern. Aus heutiger Sicht kaum noch nachvollziehbar. Damals fand der Entschluss breite Zustimmung. „Er sagte, wir ziehen uns ins Reduit zurück. Das hiesse aber nicht, dass wir uns anpassen, sondern dass wir Widerstand demonstrieren.“

„Der Gotthard war einfach ein Symbol und er ist auch der Grund, weshalb uns die Deutschen nicht überfallen und eingepackt haben, denn sie wussten genau, dass er (der Tunnel) in die Luft fliegen würde. Und dann wäre die Nord-Süd-Verbindung zwischen Deutschland und Italien zerstört gewesen. Sie hätten nichts gewonnen, sondern nur viele Truppen einsetzen müssen, ohne eine Gegenleistung. Das war die Strategie des hohen Eintrittspreises, die wir auch später noch anwendeten (im Kalten Krieg).“

Aktueller Schweizer Verteidigungsminister Ueli Maurer: „Ich bin überzeugt, das Reduit ist nicht nur eine Idee, sondern eine Verstärkung entlang des Geländes, dort wo es stark ist. Militärisch würden wir selbst heute noch versuchen, uns dort, wo wir eine gute Chance haben, abzuschotten oder eine Verteidigungslinie aufzubauen. Das Reduit ist etwas Naturgegebenes in unserem Land, eine natürliche Abschottung mittels der Berge, der Enge. Wenn Sie jemanden aufhalten wollen, dann gehen Sie nicht auf die grosse Wiese, die alle umfahren können, sondern dorthin, wo er sicher durch muss. Das wusste schon Wilhelm Tell bei der Gessler und das Reduit ist vergleichbar. Man muss das aus der damaligen Zeit heraus verstehen. Der Reduit-Gedanke gab das Vertrauen in die eigene Verteidigungsfähigkeit oder Verteidigungsmöglichkeit zurück. Deshalb beinhaltete das Reduit auch einen psychologischen Aspekt. Deshalb sitzt das Reduit heute noch in vielen Köpfen, weil es den Glauben vermittelte, man hätte es geschafft.“ Reporter: „Hätte man es geschafft?“, Maurer: „Davon bin ich überzeugt“.

Bis in die 90er Jahre, bis zum Ende des Kalten Krieges, hatte die Schweiz an ihre Verbunkerungsstrategie festgehalten, ihre Igelmentalität gepflegt und auf ihre geheimen Festungen in den Bergen gesetzt. Auf dem Weg in den Kanton Uri nach Amsteg – hier, tief im Felsen versteckt und bis vor ein paar Jahren absolut geheim: der Brindlistollen, der ehemalige Regierungsbunker aus dem 2. Weltkrieg, der erste den es in der Schweiz gab. Nicht weit von Amsteg entfernt befindet sich der ehemalige Bundesratsbunker. Seit 1997 ist er im Besitz von Dolf Wipfli, eines Einheimischen. Er zeigt mir einen Teil dieser Anlage. Er hat aus dem Bunker eine Art riesigen Tresor gemacht und im Berg drin ein verschwiegenes Geschäft für Sicherheitsdienstleistungen aufgebaut. Die Dimensionen des Bunkers sind gewaltig. Im Ernstfall hätten neben den 7 Regierungsmitgliedern noch 372 Menschen, sowie 123 Personenwagen und 13 LKWs, Platz gehabt. Das besondere an diesem Regierungsbunker offenbart sich in der Mitte der Kaverne, eine zweite komplett andere Konstruktion. Heimelig wie in einem richtigen Chalet ist es hier. Das Gefühl des Bunkers geht komplett verloren. Dolf Wipfli: „Diese Anlage ist speziell, sie enthält einen Tresorraum, der von der Schweizerischen Nationalbank genutzt wurde, bis etwa 1995, bis es in Richtung Privatisierung ging. Man weiss nicht genau, was drin war. Klar man sagt es wären Papiere gewesen, was auch immer.“ Reporter: „Aber Sie haben doch sicher nachgefragt?“, Wipfli: „Ja, wir sind auch ein bisschen neugierig, aber Antworten erhielten wir keine.“ Reporter: „Sie verwenden den Bunker nun eigentlich für ähnliches?“, Wipfli: „Ja, jetzt mit der Geschäftstätigkeit schon, wir sind auch neugierig und fragen, aber selber Auskunft geben wir selten.“

Einen Teil des Bunkers liess Dolf Wipfli unverändert. In diesen historischen Räumen empfängt er seine Gäste. Den Rest liess er hochmodern ausbauen und führt die Tradition des verschwiegenen Geschäfts weiter. Hinter diesen Panzertüren hat er verschiedenste Dinge im Wert von Milliarden sicher eingebunkert. Kunst, Schmuck, sensible Daten der Banken und Versicherungen.



 
This web site uses cookies. By continuing to use website, you consent to install cookies on your device to access the site. More about cookies can be found here.
Decline